Adventskalender 2018

Im Gegensatz zum letzten Jahr bedienen wir uns für diesen Kalender nicht zwangsläufig an Situationen des jeweiligen Tags, sondern füllen die Türchen teils auch mit kleinen Geschichten der vergangenen Wochen. Eine gemütliche Adventszeit allerseits!


1. Dezember

 

Der Verkehr in Vietnams Hauptstadt Hanoi wird oft mit den Bewegungen eines Fischschwarms verglichen. Wenn auch die Dauerbeschallung der Motoren und die Abgase manchmal etwas anstrengend sind, tut das rückblickend dem Charme der Stadt kaum einen Abbruch.



2. Dezember

 

Nachdem wir neun Tage durchgeradelt sind und über 800 Kilometer von der laotischen Grenze bis zur thailändischen Küste zurückgelegt haben, gönnen wir uns auf einer ruhigen Insel namens Koh Kut eine verdiente Auszeit. Ein abermals improvisierter Adventskranz, dessen erste Kerze wir bei Sonnenuntergang anzünden, darf auch hier natürlich nicht fehlen.


3. Dezember

 

Stephies 30. Geburtstag haben wir Ende Oktober in Hanoi gefeiert. Ein schöner Anlass, sich seit gefühlten Ewigkeiten mal wieder eine Pizza zu gönnen - und mit selbst gemachtem Käse aus dem Hause eine sehr leckere noch dazu. 


4. Dezember

 

Als uns, ebenfalls in Hanoi, dummerweise unsere geliebten Fahrräder geklaut worden sind, besorgen wir uns zwei "neue" gebrauchte Begleiter. Seitdem nehmen wir unsere Schätzchen möglichst mit aufs Zimmer, wann immer wir in einer Unterkunft schlafen.


5. Dezember

 

Da wir in Hanoi wegen der Suche nach neuen Rädern mehr Zeit verbringen als ursprünglich gedacht, geraten wir mit unserem 15-Tage-Visum etwas unter Zeitdruck und fahren daher nach dem Besuch der Hauptstadt recht zielstrebig zur laotischen Grenze. Welch ein Glück, dass wir auf dieser Route bei der kleinen Schwester der berühmten Halong-Bucht vorbeikommen, der sogenannten trockenen Halong-Bucht, einer ebenso malerischen Landschaft, die von einer Vielzahl an wunderschön geformten Kalksteinfelsen gezeichnet ist.


6. Dezember

 

Für Simon war es höchste Zeit,  mal wieder ein paar Haare zu verlieren. Was Stephie in der Vergangenheit regelmäßig gerne übernommen hat, war jetzt leider nicht mehr möglich, seitdem uns bei einem Sicherheitscheck an einem chinesischen Bahnhof unsere Haarschere abgenommen wurde. Durch Zufall spazieren wir unter einer innenstädtischen Autobahnbrücke an dieser heiteren Runde für angehende Friseure vorbei, halten inne und werden freundlich herangewunken. Zu Lehrzwecken erhält Simon vom Meister, unter neugieriger Beobachtung seiner Lehrlinge, spontan einen kostenfreien Haarschnitt.


7. Dezember

 

Nachdem wir das letzte Mal im April die Küste zu Gesicht bekommen hatten - am Schwarzen Meer in Georgien - fühlt es sich wie ein kleiner Meilenstein an, ein gutes halbes Jahr später es über Land auf die andere Seite des asiatischen Kontinents geschafft zu haben. In Vietnam breitet sich schließlich das Südchinesische Meer vor uns aus.


8. Dezember

 

Auf unserem Weg zur laotischen Grenze fahren wir an vielen kleinen Dörfern vorbei und entdecken regelmäßig etwas, womit wir in Vietnam nicht gerechnet hätten: Katholische Kirchen. Wie sich herausstellt, gibt es hierzulande eine verhältnismäßig große Anhängerschaft des Katholizismus, der Großteil der Bevölkerung bekennt sich jedoch getreu einem kommunistischen Staate zum Atheismus. 


9. Dezember

 

Wir sind nach wie vor auf der traumhaften Insel Koh Kut und senden Euch von unserer gemütlichen Terrasse liebe Grüße zum zweiten Advent.


10. Dezember

 

Kaum in Laos angekommen zeigt sich schnell, dass hier wieder der Buddhismus eine große Rolle spielt. Neben zahlreichen Tempeln begegnen einem auch schon mal kleine Gedenkstätten am Straßenrand, wie diese auf dem Foto. 


11. Dezember

 

An einem unserer ersten Tage in Laos fahren wir an dieser skurril aussehenden Landschaft vorbei. Der 450 km² große Stausee südlich von Lak Xao ist erst knapp zehn Jahre alt und hat in seiner Entstehung, welche mit dem größten Kraftwerk des Landes einherging, 15 Dörfer überflutet und mehrere tausend Menschen zur Umsiedlung gezwungen (Nutznießer der gewonnenen Energie ist mit 95-prozentigem Anteil allerdings Thailand). Eine kleine Straße verläuft über einige Kilometer mitten durch das Überschwemmungsgebiet und lässt uns die Folgen aus nächster Nähe betrachten.


12. Dezember

 

Was uns auf der Reise mittlerweile am meisten fehlt, sind soziale Kontakte, die über eine flüchtige Begegnung bzw. Smalltalk hinausgehen. So genießen wir es umso mehr, in Laos unseren Freund Hauke wiederzusehen, den wir in China kennengelernt haben und nun bereits zum dritten Mal treffen. Wir radeln ein paar Tage gemeinsam und füllen die Zeit mit langen, schönen Gesprächen.


13. Dezember

 

Diese ulkigen Fahrzeuge sind in Laos allgegenwärtig. Mit einer geschätzten Maximalgeschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde gehören sie zwar nicht gerade zu den schnellsten Fortbewegungsmitteln, sind dafür jedoch multifunktional einsetzbar: zum Transport von Gütern und Personen sowie, in Verbindung mit einem zusätzlichen Element in der Mitte, als Ackerpflug. 


14. Dezember

 

Auf einem kleinen wackeligen Boot überqueren wir samt unseren Fahrrädern den Mekong bei Champasak. Auf unserer Reise durch Laos bekommen wir den Fluss, der durch einen Großteil Südostasiens fließt und zu den längsten der Welt zählt, immer wieder zu Gesicht und sind von seiner gewaltigen Breite beeindruckt (hier ca. 1,5km). Diese Foto zeigt allerdings nicht einmal die Hälfte dieser Breite, da wir aus unserer Position auf eine Insel blicken.


15. Dezember

 

Ebenfalls in der Nähe von Champasak befindet sich diese alte Tempelanlage namens Wat Phu, deren Ruinen aus der Zeit des Khmer-Reiches (11. - 13. Jahrhundert) stammen. Dieser Ausflugsort kann als kleine Schwester des berühmten Angkor Wat in Kambodscha betrachtet werden. Tatsächlich waren die beiden Orte damals durch eine Straße verbunden. Zwar ist die hiesige Stätte bei weitem nicht so groß und vermutlich nicht annähernd so beeindruckend wie das glorreiche Pendant im Nachbarland, hat jedoch wegen der geringen Besucherzahlen und der wunderschönen landschaftlichen Umgebung ebenso seinen Reiz. 


16. Dezember

 

Einen fröhlichen dritten Advent allerseits. Wir sind in einem Hostel, in dem wir ein paar Tage verweilen und wo es erstaunlich ruhig zugeht: wir haben die komplette Unterkunft für uns allein, nicht einmal die Inhaberin ist zugegen. Wir machen es uns heimisch, kochen seit langer Zeit mal wieder Nudeln mit Tomatensauce und zünden die dritte Kerze an. 


17. Dezember

 

Immer wieder kommen wir in Vietnam, Laos und Thailand an teils riesigen Kautschuk-Plantagen vorbei. Diese Monokulturen scheinen ein lukratives Geschäft zu sein. Ritzt man die Bäume alle paar Stunden nach, kriegt man das Schälchen gar an einem Tag gefüllt, wie uns ein stolzer Landwirt erklärt, als wir eines Tages auf seinem Feld zelten. 


18. Dezember

 

In den meisten größeren Städten gibt es einen täglich stattfindenden Nachtmarkt, auf dem sich Garküchen mit diversen Gerichten aneinanderreihen. Für Vegetarier ein verhältnismäßig leichtes Spiel, da man die angebotenen Speisen direkt vor Augen hat und einem komplizierte Erklärungsversuche erspart bleiben. 


19. Dezember

 

In Thailand soll es heute noch rund 3000 wild lebende Elefanten geben. Den Gedanken, dass jederzeit ein Dickhäuter unseren Weg kreuzen könnte, finden wir faszinierend. Leider ist der Elefant auf dem Schild das einzige Exemplar, das wir zu Gesicht bekommen.


20. Dezember

 

Nachdem wir den Radelmarathon von Laos zum südöstlichsten Zipfel Thailands hinter uns haben, erreichen wir schließlich mit der Fähre unser Urlaubsziel, die Insel Koh Kut. Als wir diesen Strand erblicken, sind wir uns sicher, es wunderbar eine Woche hier aushalten zu können. 


21. Dezember

 

Wegen der extrem steilen Hügel auf Koh Kut sind wir zu faul, um in die Pedale zu treten und mieten uns daher an manchen Tagen einen Roller, mit dem wir die 113 km² große Insel erkunden. 

 

 



22. Dezember


23. Dezember


24. Dezember